Ein 30köpfiges Team steht im Kern des Markenprozesses. Es sind ExpertInnen, QuerdenkerInnen, VisionärInnen und Personen, die gerne einen Blick über den Tellerrand werfen. Die Gruppe repräsentiert die Vielfalt und die Besonderheiten von Vorarlberg. Möglichst alle Bevölkerungsgruppen, Lebens- und Gesellschaftsbereiche, Landesteile und Professionen sind über diese Gruppe vertreten. Die Auswahl erfolgte gewissenhaft und in Abstimmung mit relevanten PartnerInnen.


“Gemeinsam” bedeutet in einem erfolgreichen Markenentwicklungsprozess eine breite und umfassende Beteiligung. Neben dem Kernteam sind zahlreiche Institutionen und Privatpersonen in einem “Informationskreis” eingebunden. Darüber hinaus hat die Bevölkerung die Möglichkeit, sich über Mitmach-Aktionen in den Prozess einzubringen.

“Ent-wickeln” meint, hier wird nichts Neues erfunden. Im Markenprozess wird “nach Innen” geschaut und ein komplexes und vielschichtiges Ganzes aufgewickelt. Auf diese Weise dringt man gemeinsam zum Kern vor – man “ent-wickelt” ihn. Hier verbergen sich Wertehaltungen und Wesenszüge, die den Markenkern zeigen.

Verschiedene bewährte Methoden werden dafür angewendet und so wird es bis zum Sommer 2018 einen Entwurf für die “Marke Vorarlberg” geben.

Es ist mir ein Anliegen an diesem Prozess mitzuarbeiten. Gerade jetzt in wirtschaftlich guten Zeiten haben wir die Chance, die Weichen für uns und für zukünftige Generationen zu stellen. Ich erhoffe mir, dass nach dem Prozess eine Strategie am Tisch liegt, die mit Freude umgesetzt wird. Eine Strategie, hinter der die Vorarlberger mit Begeisterung stehen und an der sie gemeinsam arbeiten.

Christian Leidinger

Geschäftsführer, Die Koje

Es tut immer gut, sich grundlegenden Fragen zu stellen: Was ist mir wichtig? Was läuft gut und was kann ich tun, um eventuelle Mängel zu beheben?
Das Niveau, wie dieser Prozess angelegt ist, ist sehr hoch. Dennoch bleibt für mich offen, ob es möglich ist, eine ‘Marke Vorarlberg’ zu definieren. Denn, was dieses Land prägt, ist seine Diversität. Ein Wesenszug, der uns auch stark macht. Er zeigt sich einerseits in den unterschiedlichen Talschaften, aber auch in unserer Immigrationsgeschichte, die durch das rege Unternehmertum entstanden ist.
Ich wünsche mir für Vorarlberg ein klares Statement zum Thema Bildung sowie zu einer gelebten Urbanität.

Hans-Peter Metzler

Unternehmer, Präsident der Bregenzer Festspiele

Vorarlberg ist für mich ein wunderbares Land – sicher, stabil, mit einer unglaublichen Natur. Als Biologin habe ich hier tolle Möglichkeiten bekommen, und das ist wirklich außergewöhnlich! Dank seiner Größe und der Haltung vieler Menschen hat Netzwerken hier einfach eine andere Bedeutung. Die richtigen Menschen, die etwas bewegen wollen, kommen hier einfach schneller zusammen. Der Prozess “Marke Vorarlberg” ist sehr professionell geführt. Am meisten gefällt mir die Zusammensetzung der Gruppe.

Ruth Swoboda

Direktorin, inatura

Mein Blickwinkel in diesem Prozess betrifft das Thema Bildung für alle. Wir sollten wirklich den Mut haben, Neues zu denken, voranzutreiben und zuzulassen. Für mich stellt sich eine wesentliche Frage: Wie schaffen wir es, Talente optimal zu fördern und nicht nur Lehrpläne zu unterrichten? Hier erwarte ich mir entscheidende Antworten im Markenprozess. Auch die großen Themen, wie Digitalisierung, nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen, Abfallvermeidung, demographische Veränderungen sollten angepackt werden. Die Vision einer Reparaturgesellschaft als Antwort auf die Müllproblematik finde ich beispielsweise eine von vielen Maßnahmen die es gilt, anzustreben. Wir sollten die Welt besser hinterlassen, als wie wir sie vorgefunden haben.

Claudia Vögel

Direktorin, HTL Bregenz

Idealerweise wird die “Marke Vorarlberg” ein Versprechen, für das möglichst viele VorarlbergerInnen gerne gerade stehen wollen. Wenn sich die Marke dann einmal – in einigen Jahrzehnten? – etabliert hat und Vorarlberg mit einem attraktiven europäischen Bundesland zwischen Bergen und dem Bodensee assoziiert wird, würde das dem Land sicher gut tun. Ob das erreicht werden kann? Jedenfalls: Auch der Marken-Entwicklungsprozess hat seine Qualitäten und bringt das Land durch die Diskussionen vielleicht weiter und die vielen verschiedenen in Vorarlberg lebenden Menschen näher zusammen.

Herwig Bauer

Festival-Manager, Poolbar

Im Kern dieses Prozesses geht es doch um die Frage, wie gute Leute dazu animiert werden sollen, nach Vorarlberg zu ziehen, ihre Zukunft mit unserer zu verbinden. Also: welche Perspektive bietet das Land? In Vorarlberg herrscht Aufbruchstimmung, eine neues Selbstbewusstsein. Das zeigt sich auch und gerade in kritischen Diskussionen. Das Projekt Kulturhauptstadt bringt positive Energien, aber es gibt auch Themen, die dringend angepackt werden sollten: Bildung, Kinderbetreuung, der Mangel an Mietwohnungen oder die immer noch spürbare Benachteiligung von Frauen. Wenn der Markenprozess dabei hilft, die Energien auch in diese Richtung zu lenken, dann kann der Auftritt des Landes davon nur profitieren.

Hanno Loewy

Direktor, Jüdisches Museum Hohenems

Ich freue mich meine Erfahrung in der Jugendarbeit in den Markenexzellenzprozess einzubringen und an der Bewusstmachung der Identität Vorarlbergs mitzuarbeiten. Es wird ein spannender Prozess, der uns allen und unserem Bundesland sicher gut tut.

Monika Paterno

Geschäftsführerin, Verein "aha - Jugendinformationszentrum Vorarlberg"

Ich habe einige Zeit im Ausland gelebt und weiß die hohe Lebensqualität in Vorarlberg daher wirklich zu schätzen. Wesentliche Indikatoren dafür sind für mich beispielsweise qualitativ hochwertige Lebensmittel, die zu einem fairen Preis erhältlich sind sowie eine gewisse Sicherheit. Der Großteil der VorarlbergerInnen ist sehr auf die Umwelt bedacht und zu alldem sind zahlreiche Arbeitsplätze verfügbar. Diese Kombination ist ein großes “Plus”, das leider manchen gar nicht so bewusst ist.

Christine Schwarz-Fuchs

Geschäftsführerin, Buchdruckerei Lustenau

Vorarlberg ist für mich ein Juwel, ich könnte überall in diesem Land wohnen. Außerdem ist Vorarlberg für mich ein Land, in dem das
Miteinander noch gelingt. Wir praktizieren das beispielsweise auch sehr stark im Montafon. Durch den Markenprozess könnte der Gesamtauftritt des Landes gestärkt werden, das wäre gerade in Hinblick auf die Situation in Europa ein wichtiges Zukunftsprojekt. Den Menschen in Vorarlberg sollte bewusst werden, welche Stärken dieses Land hat.

Hans Tinkhauser

Pfarrer

Ich finde den Markenprozess wichtig, damit Vorarlberg lebenswert bleibt und die Zufriedenheit, das Gemeinschaftsgefühl und die Identität der Vorarlbergerinnen und Vorarlberger gestärkt wird. Zudem baut dieser Prozess die wirtschaftliche Spitzenleistung aus und wir werden für internationales, dringend benötigtes Fachpersonal interessanter. Besonders gefällt mir die professionelle Umsetzung mit einer breiten Bevölkerungsbeteiligung. Mein Zukunftsbild ist, dass Vorarlberg weiterhin zu den lebenswertesten Regionen in Europa zählt.

Markus Comploj

Geschäftsführer, Bergbahnen Brandnertal Ges.m.b.H.

Wenn wir im Markenprozess eine gemeinsame Zukunft für Vorarlberg bauen, wäre es mein Wunsch, dass wir hier eine gute Willkommenskultur entwickeln – sowohl für Geflüchtete als auch für Armutsmigranten. In diesem Bereich hat Vorarlberg Nachholbedarf und es wäre mir ein Anliegen, dass wir im Markenprozess auch jenen Themen nachgingen, in denen es Verbesserungspotenzial gibt.

Heidi Lorenzi

IFS Vorarlberg

Der Weg ist das Ziel! Allein schon die ersten beiden Workshoptage zeigten, wie wertvoll der Austausch zwischen diesen unterschiedlichen Menschen und ihren Perspektiven ist. Alle haben ein großes Interesse am Thema, wobei jeder seine eigene Ansicht einbringt. Die differenzierten Zugänge wirken durchaus befruchtend, indem ein gewisser Abgleich stattfindet und das eigene Verhalten in ein Verhältnis jenem der anderen gebracht wird. Dieses empathische Miteinander ist ein guter Weg, wie dieser Markenprozess angelegt ist. Außer dem Kernteam gibt es noch einen Informationskreis und auch die Einbeziehung der Bevölkerung – ein guter Weg, finde ich!

Gerhard Stübe

Geschäftsführer, Kongresskultur Bregenz

Es gibt einige Herausforderungen: Wie schaffen wir es, den hohen Lebensstandard auch für die nächste Generation halten zu können? Wie gehen wir mit dem Thema Infrastruktur – vor allem im Rheintal – weiter um? Wie gelingt es uns, Fachkräfte und Mitarbeiter/innen bei uns auszubilden und vor allem zu halten können? Welche Schritte sind in der Raumplanung nötig? Etc. Daher braucht es ein offenes und bekennendes Miteinander aller Player. Alle sollten an einem Strang ziehen und vor allem in eine Richtung!

Sabine Tichy-Treimel

Geschäftsführerin, Messe Dornbirn

Weitere Kommentare folgen in Kürze, wir bitten um Verständnis.

Das WISTO-Team

Wirtschafts-Standort Vorarlberg (GmbH)