Jahrzehntelang aufgebautes Knowhow der Vorarlberger Textilindustrie ist in Zeiten wie diesen gefragter denn je.  Gemeinsam mit vielen Partnern entstehen aktuell täglich tausende Atemschutzmasken. Schnell, innovativ und solidarisch reagierte man hier auf die Covid-19-Situation.

Die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH und die Smart Textiles Plattform koordinieren folgende Partner:

Grabher GroupBandex Textil, Getzner TextilWolford, Stickerei Harald Hämmerle, Tecnoplast, Kapsch und 80 Änderungsschneidereien (Koordiniert durch Betten Feuerstein).

Produziert wird gemeinsam. Jeder bringt sein Spezialwissen ein. Da braucht es beispielsweise mehrlagige Bestandteile, die von der Stickerei Hämmerle hochautomatisiert hergestellt werden. Dann ist eine Plasma-Hydophobierung der Masken nötig, damit keine Flüssigkeiten durchkommen. diese übernimmt die Grabher Group. Getzner Textil wiederum liefert die Stoffe. Bandex stellt elastische und nicht-elastische Bänder für die Masken her. Wolford steuert elastische Filter-Gestricke und die Masken-Umformung bei. Und Tecnoplast arbeitet an der Produktion von Kunststoff-Atemventilen und Verschlussteilen. Zu guter letzt: Die Firma Kapsch hat innert 1,5 Tagen eine Logistik- und Prozesskontroll-Lösung implementiert.

 

Unterstützt wird das Vorhaben weiters von der Fachgruppe Textilindustrie in der Wirtschaftskammer Vorarlberg und von Ölz Meisterbäcker, der Verschlussclips als Rollenware liefert, sowie von Bayer Kartonagen & Verpackungen und der Firma inteos. Dazu kommen rund 80 Änderungsschneidereien im Ländle, die von Obfrau Christel Sohm-Feuerstein (Betten Feuerstein) aktiviert werden.

Produkt 1: Mund-Nasen Masken

Die Mund-Nasen-Masken sind bereits in Produktion. In erster Linie wird für Großaufträge im Krankenhausbereich produziert (KHBG Auftrag: 200.000 Stück).

Die ersten Masken für den Gesundheitsbereich sind ab Samstag verfügbar (12.000 Stück). Die Produktion wird von täglich 12.000 Stück sukzessive bis auf 100.000 Stück hochgefahren.

Derzeit kommen Anfragen aus ganz Europa (Deutschland, Italien etc.) und aus sehr vielen Branchen (Bau, ÖPNV, Handel etc.). Eine Lieferung an Dritte ist ab einer Mindestbestellmenge von 400 Stück voraussichtlich ab Anfang April möglich.

Besonderheit:

  1. Die Masken sind plasmabeschichtet und dadurch flüssigkeitsabweisend. Beschichtung erfolgt im größten Plasmabeschichtungsreaktor in Europa (der befindet sich in Lustenau bei der Firma Grabher)
  2. Es handelt sich um wiederverwendbare Masken, die bis zu 40 Mal gewaschen werden können (ohne die flüssigkeitsabweisende Funktion zu verlieren).
  3. Stickerei-Technologie hilft dabei die Produktion zu bewerkstelligen. Dieses Knowhow gibt es in der Form nur in Vorarlberg.

Produkt 2: Atemschutzmasken Schutzklasse FFP1, FFP2 und FFP3

Auch die Produktion von Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP1, FFP2 und FFP3 sind in Vorbereitung. Die Herstellung dieser dauert allerdings aufgrund des komplexeren Aufbaus und der größeren Anzahl an Bestandteilen länger. Erste Prototypen werden Anfang April fertig sein.

Die Mehrweg- Mund- und Nasenmasken werden zum aktuellen Zeitpunkt vorrangig für Großaufträge (z.B. im medizinischen Bereich, in der Pflege, für den Handel, etc.) produziert.

Durch den Schulterschluss im Land Vorarlberg und durch das technologische Knowhow ist es möglich, die Produktion dieser Produkte in kürzester Zeit hochzufahren. Das zeigt auch die Leistungsfähigkeit und schnelle Anpassungsfähigkeit unserer Wirtschaft. Es zeigt aber die Leistungsbereitschaft der Menschen – eine nie dagewesene Solidarität und Hilfsbereitschaft zeigt sich genau in diesem Projekt. Innert kürzester Zeit konnten 80 Änderungsschneidereien für das Projekt gewonnen werden.

In einer Zukunft, in der die regionale Wertschöpfung eine wesentlich wichtigere Rolle einnehmen wird, ist der Wirtschaftsstandort Vorarlberg aufgrund der vorhandenen Kompetenzen und der hohen Leistungsbereitschaft der Menschen gut aufgestellt.

Hier geht’s zum Onlineshop!

Credits: Marktgemeinde Lustenau, V-trion, Wolford

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