Die Vorarlberger Atemschutzmasken sind ein Musterbeispiel, wie Unternehmen in diesem Land Herausforderungen anpacken. Innerhalb kürzester Zeit stellte das Konsortium rund um die Smart Textiles Plattform Austria und die Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH (WISTO) die Produktion in höchster Qualität auf die Beine. Einige beteiligte Unternehmen haben wir hier bereits vorgestellt. Heute beleuchten wir, was sich hinter TECNOPLAST verbirgt.

Marke Vorarlberg: Ihr seid leidenschaftliche Techniker mit Herz und Verstand und stellt Teile aus Kunststoff und Metall her. Was fasziniert euch an eurer Arbeit?

Zerlauth: Die Vielseitigkeit der Werkstoffe und Technologien mit denen wir arbeiten inspiriert uns. Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern entstehen immer wieder neue Ideen in der technischen Kunststoffbe- und verarbeitung. Damit schaffen wir tagtäglich weitere Einsatzmöglichkeiten für den Kunst-Stoff, der die Welt erobert hat. Das macht unsere Arbeit stets spannend.

 

Marke Vorarlberg: Wie seid ihr zum Konsortium rund um die Atemschutzmasken gekommen?

Zerlauth: Wir sind schon einige Jahre mit den Smart Textiles-Partnern und dessen Visionär Günter Grabher auf dem Weg. Die Verbindung des Know-hows der Textil- und Kunststofftechnologie birgt sehr viel Potential in sich und teilweise ist sie nicht wegdenkbar. Das aktuelle Beispiel der medizinischen Schutzmasken FFP2 und FFP3, welche ein Atemventil aus Kunststoff mit textilen Materialien und deren Veredelungen kombiniert, veranschaulicht das sehr treffend.

Marke Vorarlberg: Was war das Besondere für euch an diesem Projekt?

Zerlauth: Von null auf hundert Millionen von Schutzmasken zu produzieren war in der notwendigen Zeitschiene ein ungemein ehrgeiziges Vorhaben, bei dem genau wieder die Zusammenarbeit und die Stärke des Gemeinsamen als entscheidendes Moment spürbar wurde.  Ohne die Vielfalt und Dynamik der Disziplinarität wäre eine derartige Herausforderung nicht lösbar gewesen.

 

Daniel Zerlauth, Geschäftsführer und Partner

Eine weitere wichtige Erfahrung für alle muss – auch nach Corona – sein, wie wichtig heimische Wertschöpfungsketten sind und von der Globalisierung niemals niedergetrampelt werden dürfen. Eine starke regionale Sicherung unseres Know-Hows und auch der Produktion egal in welchem Lebens- oder Wirtschaftsbereich ist essentiell notwendig, um eine langfristige Perspektive unseres Gemeinwohls gewährleisten zu können. Natürlich bringt ein derartiges Produkt in Krisenzeiten auch eine finanzielle Perspektive, die zur Absicherung der weiteren Unternehmensentwicklung überaus bedeutsam ist!

Marke Vorarlberg: Leben & arbeiten in Vorarlberg?
Zerlauth: Wir Vorarlberger dürfen in einer Region leben und arbeiten, die wirtschaftlich, landschaftlich sowie gesellschaftlich und kulturell ein nahezu beneidenswertes Biotop an Möglichkeiten bietet. Unser exportorientierter Wirtschaftsstandort steht und fällt allerdings mit einem starken europäischen Binnenmarkt und einer gebündelten Stimme, um überhaupt Einfluss auf eine wertebasierte globale Handelspolitik nehmen zu können. Die zunehmende Enge des Zugangs zu qualifizierten MitarbeiterInnen stellt für Unternehmen mit Abstand die größte standortabhängige Herausforderung dar. Ich erwarte mir hier eine konsequente sozialpartnerschaftliche Einigkeit und rasche politischer Maßnahmen, um die bereits stattfindende zwangsweise Abwanderung von Betrieben abmildern zu können.

www.tecnoplast.com

Und hier geht es weiter zu den Atemschutzmasken!

Credits: Tecnoplast, Lerch

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