In diesem speziellen Frühjahr war für viele Eltern die Betreuung ihrer Kinder während des Sommers mit einem großen Fragezeichen verbunden. Bereits verbrauchte Urlaubszeiten und abgesagte Angebote brachten die Pläne so mancher durcheinander. Umso erfreulicher ist es, dass überaus viele Vorarlberger Gemeinden und Städte mit erweiterten Betreuungsmöglichkeiten auf die Situation reagieren – flexibel, unkompliziert und vielfach in Kooperation!

Eine Umfrage des Vorarlberger Gemeindeverbands zeigt, dass 94 Prozent von 64 Vorarlberger Städten und Gemeinden eine Ferienbetreuung anbieten, großteils für Kinder in Kleinkindbetreuungen, Kindergärten und Volksschulen. Im Vorfeld führten Gemeinden Bedarfserhebungen durch, um gegebenenfalls auf die erhöhten Betreuungserfordernisse

eingehen zu können. Auch der Anmeldezeitraum wurde verlängert. Schließlich entschieden sich 25 Prozent der Gemeinden, die an der Umfrage teilnahmen, während der gesamten neun Ferienwochen eine Betreuung anzubieten. Die meisten anderen haben zwischen sechs bis acht Wochen geöffnet.

Ein Mehr an Kooperation

Die gestiegene Nachfrage führte bereits in den letzten Jahren zu einem weiteren Ausbau an Betreuungsplätzen. Dabei nehmen Kooperationsprojekte zwischen Gemeinden eine wichtige Rolle ein, um dem zunehmenden Bedarf nachzukommen und auch in kleineren Talgemeinden durch Zusammenziehen des Einzugsgebiets eine Mit-Betreuung zu gewährleisten. Das zeigt sich in diesem Jahr

besonders deutlich, denn noch mehr Gemeinden haben sich beim Thema Kinder- bzw. Ferienbetreuung zusammengetan und bieten eine gemeinsame Lösung an. Anzumerken ist, dass Organisationen wie die Kinderbetreuung Vorarlberg und weitere externe Partner wie Vereine, Unternehmen etc. zu wichtigen Playern in Sachen Kinder- und Schülerbetreuung geworden sind. Mit ihnen kann die Lücke an abgesagten Sommerlagern mit kreativen Ideen so gut es geht gefüllt werden.

Beispiel: Im Walgau

Durch interkommunalen Zugang ist es beispielsweise der „Regio Im Walgau“ gelungen, für alle 14 Mitgliedsgemeinden eine funktionierende Sommerbetreuung für die

Altersgruppen zwischen null bis zehn Jahren anzubieten, die – walgauweit betrachtet – alle Sommer-Ferienwochen abdeckt. So gut wie alle Regio-Gemeinden haben ihr Angebot aufgrund von Corona auch in den Betreuungszeiten ausgeweitet. Dabei ergänzen sich die Gemeinden, u.a. werden Kleingemeinden von größeren Gemeinden mitbetreut. In Sachen Ferienprogramm ließ sich etwa die Wirtschaft im Walgau mit dem „Feriencamp Abenteuer & Handwerk” ein interessantes neues Angebot einfallen, erstmalig findet auch das Jugendbeteiligungs-Programm „jung & weise“ statt.

Feldkirch

Keine Pause legt die Sommerferienbetreuung in Feldkirch ein, Eltern konnten ihre Kinder über den gesamten Ferienzeitraum, auch ganztags, anmelden. Trotz der speziellen Situation besteht ein umfangreiches Ferienprogramm des Jugendservice sowie verschiedener Vereine und Institutionen für kleinere und größere Kinder. Umfangreich ist außerdem das Angebot an Lernunterstützung. Eines davon ist die Lernhilfe, die die Stadt heuer erstmalig und in Zusammenarbeit mit der PH Feldkirch, der AK Vorarlberg und dem Caritas Lerncafé während fünf Wochen im August und Anfang September anbietet. Für Volksschulkinder befindet sie sich am selben Standort wie die Ferienbetreuung und kann so gemeinsam genutzt werden.

Aktivitäten in Hard

Auch in Hard wurde das Betreuungsangebot für Kinder berufstätiger Eltern im Kindergarten, der Spielgruppe, den Kleinkindbetreuungs-einrichtungen sowie der Schule von sechs auf acht Wochen erweitert. In den Kinderbetreuungseinrichtungen werden die Aktivitäten dem Alter der Kinder entsprechend angepasst. So werden u.a. Spielplätze besucht, Ausflüge in den Wald unternommen, Wasser-, Sing- und Fangspiele gemacht. In den Schulen ist unter anderem Folgendes geplant: Bücherei am Dorfbach mit Programm, Ausflüge in die Natur, Badespaß im Wasserpausenhof, Minigolf, Kindersportschule mit Severin Englmann, Besuch der Feuerwehr etc.

Die Nachfrage in den größeren Gemeinden bzw. Ballungsräumen ist naturgemäß am stärksten, dementsprechend haben die Betreuungseinrichtungen der Städte Bludenz, Hohenems, Dornbirn und Bregenz ihre Pforten ebenfalls zwischen acht bis neun Wochen geöffnet. Aber auch kleinere Gemeinden wie Mäder sind aktiv. Neben einer bedarfsgerechten Sommerferienbetreuung für Kinder und Schülerinnen bzw. Schüler findet in Zusammenarbeit mit Mäderer Vereinen, der Marktgemeinde Götzis und weiteren Institutionen und Personen wie jedes Jahr eine Aktivwoche für Kinder ab vier Jahren statt. Daneben bietet die Gemeinde auch eine Lernbetreuung in der letzten Ferienwoche an.

Die genannten Möglichkeiten und Angebote stehen nur beispielhaft für viele weitere in Vorarlberg. Auf einige davon haben wir bereits in unseren Kanälen hingewiesen. Sie zeigen, was gemeinsam, wie auch durch viel persönliches Engagement erreicht werden kann.

Hier geht es zur Kinderbetreuung in den Vorderland-Gemeinden.

Credits: Robert Kneschke/Shutterstock, Gemeinde Rankweil, Feriencamp Walgau, Gemeinde Hard

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