Stoffe von Getzner als Schutz

15.04.2020, 07:45 Uhr

Die Bludenzer Textilfirma Getzner liefert sowohl den Innen- als auch den Außenstoff dafür. Zehn Maschinen sind aktuell für die Produktion von Schutzmasken im Einsatz.

In ihrer 200-jährigen Firmengeschichte hat Getzner Textil schon so manche Herausforderung gemeistert. „Der Mut und der Wille zum Wandel sind dabei stets Grundlagen für den Erfolg gewesen“, erklärt der Leiter der Business Unit Technics, Hannes Tschofen.

Innovationsgeist

Dieser Innovationsgeist machte es auch dieses Mal möglich, dass Getzner mit vielen anderen Firmen innerhalb von nur zwei Wochen eine gemeinsame Lösung für die dringend benötigten Schutzmasken auf die Beine gestellt hat. Die Bludenzer Textilfirma liefert sowohl den Innen- als auch den Außenstoff dafür. Zehn Maschinen sind aktuell für die Produktion von Schutzmasken im Einsatz. Das sehr dicht geschlagene Baumwollgewebe ähnelt einem Hemdenstoff und ist besonders hautverträglich. Allerdings kommt jener für die Außenschicht anschließend zur Plasmabehandlung zur Grabher Group nach Lustenau.

In Familienhand

Die Firma Getzner zählt zu den größten Arbeitgebern in Vorarlberg. Wie sehr viele Vorarlberger Betriebe, ist sie stets in Familienhand geblieben – was sich gerade in schwierigen Zeiten als besonders wertvoll herausstellt. Das ehemalige Textilland zeigt an diesem Beispiel, worin seine Stärken liegen – die Bereitschaft, gemeinsam eine Lösung zu finden und diese rasch umzusetzen.

Mit der Smart Textiles Platform Austria wurden auch die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen, um diese Kräfte zu bündeln. Die Smart Textiles Platform Austria wird von der gemeinnützigen V-Trion GmbH unter Federführung von Günter Grabher getragen und vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), dem Land Vorarlberg, der Wirtschaftskammer Vorarlberg und der WISTO unterstützt.

Die WISTO betreut das Netzwerk im Rahmen der Geschäftsfelder Standortentwicklung und Technologietransfer und unterstützt auch die Beantragung von Fördermitteln für Kooperationsprojekte sowie den Aufbau überbetrieblicher Forschungsstrukturen.

© Marcel Hagen | Jens Ellensohn